Der plötzliche Herztod

Es kann jeden treffen.

Der plötzliche Herztod gehört zu den häufigsten Todesursachen in den westlichen Industrienationen. Nach Schätzungen erleiden allein in Deutschland bis zu 100.000 Menschen jährlich einen Herzkreislaufstillstand.

Meist kündigt sich der plötzliche Herztod mit Vorzeichen wie Brustenge, Todesangst, Kaltschweißigkeit, Kreislaufstörungen oder auch Atemnot an. Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Rauchen, Zuckerkrankheit, ungesunde Ernährung, Stress und mangelnde Bewegung begünstigen das Auftreten eines Herzinfarktes und somit des plötzlichen Herztodes.

Eine Vorerkrankung wie beispielsweise eine geringe Auswurfleistung des Herzens oder ein stark erhöhter Blutdruck steigern das Risiko eines plötzlichen Herztodes um das sechs- bis zehnfache. Bei älteren Menschen ist der plötzliche Herztod oft Folge eines unbemerkten Herzinfarktes. In rund zwei Drittel der Fälle, so die Schätzung, geht dem Herztod ein Infarkt voraus.

Doch auch Jugendliche und junge Erwachsene können betroffen sein. Bei ihnen ist der Auslöser oft eine zunächst harmlose Infektion, die auf den Herzmuskel übergreift und diesen entzündet, oder eine Veränderung der Herzkranzgefäße.

Das tückische am plötzlichen Herztod ist, dass er sich in einigen Fällen nicht ankündigt und auch scheinbar völlig Gesunde treffen kann.


Wodurch wird der plötzliche Herztod verursacht?

Die häufigste Herzrhythmusstörung, die mit die plötzlichen Herztod einhergeht, ist das Kammerflimmern.

Das Herz erhält keine regelmäßigen elektrischen Impulse, die zur Kontraktion des Herzmuskels führen, und gerät aus seinem üblichen Rhythmus. Es flimmert nur noch unkoordiniert. Dadurch ist es nicht mehr in der Lage, Blut und Sauerstoff zu den lebenswichtigen Organen zu transportieren und die unterversorgten Körperzellen sterben langsam ab. Dies ist besonders für das Gehirn kritisch. Wird es nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt, tritt bereits nach wenigen Sekunden Bewusstlosigkeit auf und mit jeder Minute sinkt die Überlebenschance eines Patienten mit Herzkammerflimmern um 7-10 Prozent.
Hat der Herzmuskel seine letzten Energie- und Sauerstoffreserven verbraucht, erfolgt der Herzstillstand.


Deshalb muss durch Erste Hilfe-Maßnahmen schnellstmöglich ein Minimalkreislauf erzeugt werden, um das Absterben der Gehirnzellen zu verhindern. Die Wiederbelebungsmaßnahmen allein können das Herzkammerflimmern jedoch nicht beenden. Sie können nur die Zeit überbrücken, bis ein Defibrillator zum Einsatz kommt.

Die offizielle Kennzeichnung für AED-Geräte (Defis)

Dieses Zeichen weist auf einen öffentlich zugänglichen Defibrillator hin.

Wenn Sie AED-Geräte im Großraum Frankfurt sehen, die noch nicht bei FRANKFURT SCHOCKT registriert sind, würden wir uns sehr über eine kurze Mitteilung unter info(at)frankfurt-schockt.de freuen.
Alternativ können Sie das AED-Gerät hier online melden.

Keine Artikel in dieser Ansicht.